Tag: Aktionen
Sommerwochenende in LA
Letztes Wochenende genossen wir das herrliche Wetter bei Gabis Eltern in Langenargen am schönen Bodensee.
Am Samstag ging es direkt nach dem Frühstück zum Aufwachen eine Runde im See schwimmen. Schon geschickt so ein See vorm Haus
Nach dem Mittagessen hatten wir die Idee, dass wir ja mal wieder ein bißchen Paddeln gehen könnten. Unser erster Versuch dieses Jahr dauerte keine 15 Minuten, da der Wellengang uns fast aus dem Boot geworfen hat. Bei diesem Versuch hatten wir den Kanadier dabei. Dieses Mal sollte es das Faltboot sein. Aber wie das “Falt” schon sagt, musste das Kanu erstmal zusammengebaut werden. Unter fachkundiger Anleitung war das gute Stück aber nach knapp 1h seetüchtig. (War ja unser erstes Mal und so mussten einige Schritte mehrfach durchgeführt werden…)
Nachdem der Aufbau geschafft war, ging es zur ersten kurzen Probefahrt auf den See. Wir paddelten bis zur Schussenmündung am Ufer entlang und übten derweil die Bewegungen möglichst synchron auszuführen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten klappte es eigentlich auch ganz gut.
Damit sich der Aufbau des Boots auch gelohnt hat, beschlossen wir am Sonntag nochmal eine Ausfahrt zu machen. Dieses mal etwas weiter die Schussen hoch (laut google maps ganze 4,19Km). Von Bremsen (also den Tieren) verfolgt genossen wir dort das schöne Wetter und die herrliche Ruhe der Natur.
- Das Skelett
- Transport zum See
- Tiere
- Libelle
- Die Schussen
- Frontfrau
- Wie die Profis
- Huhu :)
- Unsere Tour
Zugspitze
Nun ist es schon ein Jahr und ein Monat her – so schnell vergeht die Zeit. Und was war damals? Mein Patenonkel hat einen Ausflug auf die Zugspitze mit all seinen Patenkindern (Christoph, Georg und Gabriele) geplant. Freitag Nachmittag um 16 Uhr wurde ich in Ulm abgeholt und dann gings gleich weiter nach Hammersbach, welches in der Nähe von Grainau ist. Dort haben wir das Auto abgestellt, unsere Stiefel angezogen und die ca 15 Kg schweren Rucksäcke aufgesetzt. Na und dann ging es auch gleich los.
Das Ziel war es durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte zu laufen, dann zu übernachten und am nächsten morgen weiter auf die Zugspitze zu laufen. Die Strecke durch die Höllentalklamm war wirklich schön, keine Menschen unterwegs, super Natur mit viel Wasser und Atmosphäre. Zwischenzeitlich dachte ich, dass ich am nächsten Morgen vielleicht lieber wieder runter lauf und nicht auf die Spitze, denn erstens waren “meine” Männer ganz schön zügig unterwegs und zweitens hatte ich durchaus etwas Schiss… Das hohe Tempo lag unter anderem daran, dass wir an der Hütte ankommen wollten bevor die Küche geschlossen hatte. Dies ist uns auch gerade noch so geglückt und es gab eine leckere Suppe zur Stärkung. Danach war dann auch die erste Nervosität erst mal vorbei. Die zweite ließ dann aber nicht lang auf sich warten: Wir hatten beschlossen, nicht in der Hütte zu übernachten, sondern draußen! Deshalb sind wir bei Einbruch der Dunkelheit einfach ein Stück weitergelaufen, haben den Weg verlassen und uns ein Plätzchen gesucht an dem wir unsere Schlafsäcke ausgelegt haben. Ein Zelt gabs selbstverständlich nicht. Mir wäre es ja recht gewesen, wenn wir alle auf einem Haufen geschlafen hätten und ich am Besten in der Mitte, aber das war nicht so. Jeder hatte viel Platz für sich und keiner hat mich beschützt
Aber die Ziegen, die um uns herum waren, haben mich glücklicherweise in der Nacht zufrieden gelassen – zumindest hab’ ich nichts davon mitbekommen.
Nach der erstaunlich erholsamen Nacht ging es dann auch gleich am frühen Morgen weiter. Nach nur kurzer Zeit wurde es immer steiniger und steiler und nach ca. 1h hatten wir dann den ersten Klettersteig erreicht – die Leiter. Ich hatte vorher im Internet schon viel darüber gelesen und dementsprechend auch Respekt davor, war ja schließlich mein erster richtiger Klettersteig. Aber jetzt gabs kein zurück mehr: Helm aufgesetzt, Klettersteig-Set angelegt und los gings. War gar nicht so schlimm
Ich hab dann aber auch lieber meinen Helm den ganzen Tag nicht mehr ausgezogen – war ja auch ein Sonnenschutz… Es ging weiter auf Geröllfeldern und dann standen wir vor dem Brett. Das fand ich dann schon ein bißchen schlimmer, weils durchaus etwas nach unten ging. Aber auch das haben wir gut gemeistert bekommen. Die nächsten Stunden waren nicht soo spektakulär. Es ging weiter über Steine und Steine und Steine, aber die Aussicht war gut. Nach einiger Zeit haben dann den Gletscher, oder das was davon noch übrig ist vor uns gesehen. Dies war Anlass für uns eine kleine Vesperpause zu machen, diese Stärkung war auch nötig, denn anschließend kam der anstrengende Teil, das war mir allerdings erst danach bewusst.
- Lichtspiele
- Unser Ziel
- Mein Schlafplatz
- Da geht´s nab
- Das Brett
- Geröllfeld
- Vesperpause
- Die Gletscherspalte
- Unser Weg
- Wie weit noch?
- Gabi in Action
- Ausblick
- Da muss ich jetzt hoch
- Und immer weiter
- Im Nebel und Fels verschwunden
- Ziel erreicht :-)
Die erste große Herausforderung kam beim Verlassen des Gletschers auf mich zu. Da der Gletscher schon ziemlich weit zurückgegangen war, war der Spalt zum Klettersteig recht groß. Ein weiteres Problem war, dass die erste Stufe im Fels recht hoch und für mich nicht zu erreichen war. Ich weiß nicht, ob ichs allein geschafft hätte, aber Gott sei Dank war mir der Georg etwas behilflich und so fand ich mich sicher am Fels wieder. Ab da ging es dann ca. 2h im Fels nach oben, ständig gesichert im Klettersteig. Schritt für Schritt hab ich mich nach oben gekämpft. Am Anfang war es doch recht zäh, aber irgendwann habe ich dann meinen Tritt gefunden und dann gings doch ganz gut.
Abenteurlich wars dann nochmal auf den letzten paar Metern. Dieser Bereich ist auch für die Leute zugänglich, die mit der Bahn nach oben gefahren sind. Dementsprechend voll wars am Gipfelkreuz und mit dem entsprechen Wind auch nicht ganz ungefährlich meiner Meinung nach. Aber ging ja alles gut. On the top gabs dann eine Kleinigkeit zur Stärkung, bevors mit der Eibseeseilbahn wieder nach unten zum Eibsee ging und dann weiter mit der Bahn zurück nach Hammersbach. Dort gabs dann ein wohlverdientes ordentliches Essen und die Füße wurden gelüftet und die Blasen versorgt
Abschließend kann man sagen, dass es einfach nur schön war. Hat sich auf jeden Fall gelohnt und war durchaus eine Erfahrung wert. Hier nochmal ein Dankeschön an Heiner, dass er das alles ermöglicht hat! Schade war nur, dass es beim Aufstieg immer nebliger wurde und so sahen wir auch nie das Ziel vor Augen, was etwas gemein war. Und, dass meine Angst und Nervosität begründet war, hat man nur wenige Wochen später auch gesehen: Erst ist ein Mann abgestürzt und dann sind mehrere Menschen auf dem Weg nach oben erfroren. Wäre dies vor unserer Aktion gewesen wäre, hätte es gut sein können, dass ich unten geblieben wäre, aber nun bin ich froh, dss ich diese Erfahrung reicher bin.
























